Bücher
„Journalist wollen sie werden? Um Himmels willen, Zudeick, tun sie sich das nicht an, da können sie doch nichts zu Ende denken.“ So ganz Unrecht hatte mein Altgermanistik-Professor (der große Märchen-Forscher Heinz Rölleke) damit nicht. Als politischer Journalist und Parlaments-Berichterstatter kommt man leicht unter die Räder der Tagesaktualität. Zumal als Radiomann. Das muss aber nicht sein. Auch im Radio kann man seine Themen ausbreiten (Feature), kann Argumentations-Linien ausprobieren (Essay). Und wenn das nicht genug „Zu-Ende-Denken“ ist, schreibt der Journalist Bücher. Meine politischen Bücher sind solche Versuche, das Grundsätzliche, das Hintergründige in der Tagesaktualität nicht absaufen zu lassen. „Tschüss, ihr da oben“ ist der Versuch, dem Kasinokapitalismus etwas entgegenzusetzen, was es schon lange gibt: Genossenschaftliches Wirtschaften. „Heimat, Volk, Vaterland“ schärft die Begriffe für die Auseinandersetzung mit alten und neuen, Proto-, Pseudo- und Kostümnazis. „Verbrandt, verkohlt und ausgemerkelt“ erzählt die Geschichte der Bundesrepublik von den (fast immer) verstolperten Enden bundesdeutscher Kanzlerschaften.